Deutsche Übersetzung des zweiten „Inferno Squad“-Auszuges 

Nachdem vor wenigen Tagen der zweite Auszug des „Battlefront II: Inferno Squad“ Buches veröffentlicht wurde, ist hier (wie auch beim ersten HIER) die deutsche Übersetzung…

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Bitte beachtet, dass dies keine offizielle Übersetzung ist, sondern nur von mir für den Blog übernommen. Ob dieser zweite Auszug direkt an den Ersten anknüpft ist nicht bekannt, es scheint aber in Nähe zu liegen. Der Auszug ist dieses Mal sehr viel länger als der Erste und es zeigt die Gründung der in der Galaxis unbekannten Spezialeinheit.

Viel Spaß beim Lesen!


 

Die vier jungen Offiziere gehorchten und drehten sich mit hoffnungsvollen Blick zu Admiral Versio. Er hatte ihnen keine Erfrischung angeboten, und Iden wusste dass sich die Teilnehmer dieses kleinen Treffens glücklich schätzen konnten, dass sie sich setzen durften, oder eher sollten.

Versios dunkle Augen wanderten von einem Gesicht zum nächsten, bis sie schließlich auf seiner Tochter verharrten. Die ernste Miene wurde sanfter, zumindest ein bisschen.

„Leutnant Versio,“ sagte er. „Ich bin froh dass Sie hinzukamen.“

Iden fühlte ein kurzes Gefühl von Wärme. Gideon hatte Recht gehabt. Ihr Vater war froh sie zu sehen.

„Vielen Dank, Sir,“ sagte sie.

Das war für den Admiral anscheinend schon sentimental genug. Er drehte sich wieder zur ganzen Gruppe um. „Ich möchte, dass sie ihre Aufmerksamkeit auf den Holoprojektor in der Tischmitte richten.“

Iden wurde starr.

Sie mutmaßte was sie nun sehen würden. Und sie realisierte, Sie war diejenige die für das verantwortlich war.

Iden beobachtete, komplett regungslos, mit den anderen zusammen. Der einzige Teil an ihr der sich bewegte, war das schnelle Pulsieren der Venen in ihrem schlanken Hals. Sie sah wie sich der Kampf entfaltete, noch einmal, hörte, wie Befehle gegeben wurden. Der Countdown. Das Aufblitzen des Lichts, das chaotische Schwanken ihres Schiffes.

Sie zwang sich nicht wegzusehen, aber in den Augenwinkeln nahm sie die Reaktionen der Gefährten war. In Meekos Gesicht zeichnete sich Schock ab. Maranas Augen waren weit aufgerissen und ihre Lippen leicht offen. Sogar Gideon war eine Spur blasser geworden und Iden konnte erkennen, dass er sich selbst zwang nicht zu ihr rüber zu blicken, um ja nicht noch mal mit seinen Augen zu sehen, ob es ihr gut ging.

Ihr Vater, zum Glück, beachtete sie nicht.

„Ich denke wir alle wissen was das ist,“ sagte Versio, pausierte und deaktivierte das Hologram. „Diese Aufnahme wird momentan analysiert und ausgewertet, als eine der handvoll anderen Aufnahmen, die von Schiffen in der Nähe der Explosion gerettet wurden.“

Iden war dankbar dass er sie nicht einzeln darstellte, aber aufgrund der seitlichen Blicke auf Meeko und Marana vermutete sie, dass sie es trotzdem wussten.

„Das war ein dunkler Tag für unser Imperium. Ein sehr dunkler Tag. Allerdings, wie ihr euch sicher vorstellen könnt und es vielleicht schon wisst, arbeiten wir bereits an Plänen für einen Gegenschlag gegen die Rebellen Allianz auf jedem möglichen Level. Wir haben Pläne von ganz oben bis auf kleinste Ebenen. Und diese Bereiche sind es, wo ihr ins Spiel kommt. Es gibt eine bestimmte Ebene dieses Kampfes welche ich zu weiteren Nachforschungen empfohlen habe, und mir wurde erlaubt, damit fortzufahren.

Idens Vater benutzte diese Stimme. Diese Stimme bedeutete, etwas sehr, sehr wichtiges und für ihn sehr persönliches ging vor sich. Dass er sie darin einbezog machte Iden stolz – aber auch sehr wachsam. Sie saß aufrecht in ihrem Stuhl, ihre Augen auf ihrem Vater, langsam atmend und zuhörend.

„Unser glorreicher Todesstern wurde in der Tat von etwas sehr kleinem zerstört. Ein minimaler Fehler, eingebaut von einem Mann der eigenhändig das Imperium über mehrere Jahre verraten hat. Eine Person, in einem X-Wing, traf ein nur zwei Meter weites Ziel.“

Er straffte seine Schultern. „Wir waren arrogant,“ sagte er, und nur Iden – und vielleicht Gideon – wusste was ihn bedrückte. „Wir haben einen schlimmen Preis dafür bezahlt. Und wir werden den Fehler nicht noch mal begehen.“

„Der Beitrag den ein kleines Team leisten kann wenn es die besten der Besten umfasst ist, wie ich denke, sowohl überschaubar als auch unbezahlbar. Das Verschmelzen von einzelnen Leistungen und Fähigkeiten in eine reibungslos funktionierende Einheit ist etwas, gegen das die Rebellen nicht gewappnet sein werden. Nach sorgfältiger Abwägung habe ich entschieden, dass ihr vier die Besten seid, die das Imperium aufstellen kann.“

Das war ein ziemlich großes Statement, und sie alle wussten es. Versio verschränkte seine Hände hinter seinem Rücken und ging im Kreis um die angespannte Gruppe herum, während er jeden einzelnen betrachtete, als würde er ihnen mit seinen Augen, messerscharf, tief in die Seele gucken können. Gideon und Iden waren diesen forschenden Blick gewohnt, aber die Gewohnheit machte es nicht weniger einschüchternd.

Der Blick des Admirals ruhte auf dem großen Mann. „Del Meeko. Du hast dich durch die Ränge nach oben gearbeitet, zunächst als Sturmtruppler, dann als Küstentruppler, und später als TIE-Pilot. Du hast verschiedene Auszeichnungen für besondere Tapferkeit unter Beschuss erhalten. Deine Kommandanten haben mehrmals vermerkt, dass Du bei allem was Du tust herausstichst, aber anscheinend bist du bei Reparaturen besonders begabt – von Rüstungen über Droiden bis hin zu Motoren.“ Versio lächelte dünn. „Dein Kapitän hat sich nicht gerne von Dir getrennt.“

Meeko war schlau genug um den Augenkontakt mit dem Admiral nicht zu unterbrechen, dennoch drehte sich der TIE-Pilot ein wenig als er den Kopf in Anerkennung neigte.

„Seyn Marana,“ fuhr Versio fort, sich der sehr jungen Frau zudrehend. „Du besitzt die Gabe eines eidetischen Gedächtnisses [Anmerkung: fotografisches Gedächtnis], was der eigenen Karriere schon sehr gut geholfen hat. Die Imperiale Akademie auf Uyter ein ganzes Jahr früher abgeschlossen – mit besonderen Ehren. Du sprichst… siebenundzwanzig Sprachen, ist das korrekt?“

Er pausierte um sie antworten zu lassen. In einer süßen Stimme antwortete die sehr junge Leutnantin: „Neunundzwanzig, Sir.“

Versios Augenbrauen wurden hochgezogen. „Neunundzwanzig,“ sagte er mit einem leichten Säuseln in der Stimme. „Dann nehme ich das zurück. Du kannst noch sieben weitere Sprachen lesen und schreiben – sieben ist richtig, oder? Ich würde es hassen, mich noch einmal zu irren.“

Das Mädchen, zumindest konnte Iden nur so von ihr denken – sie war höchstens in ihren frühen Zwanzigern, schien ernsthaft ihre vorherige Berichtigung von Versio zu überdenken, antwortete aber dennoch: „Ja, sieben, Sir.“

„Sieben. Du bist ebenfalls ein Meister in Kryptologie. Und eine meisterhafte Schützin die einen Feind auf eine Distanz über fünf Kilometer erledigt…“

Iden schätzte dieses „Mädchen“ nun sehr viel mehr.

Jetzt drehte sich Versio zu Gideon. Iden, die ihn so gut kannte, sah den Gesichtsausdruck ihres Vaters nun mit Stolz erfüllt. „Gideon Hask. Erster seiner Klasse der Imperialen Universität auf Coruscant. Mit Heldenmut auf der Mandate gedient, eine Schlachtfeld Beförderung bekommen und den Karminrot-Stern für außergewöhnliche Leistungen gegen den Feind erhalten.“

„Und zum Schluss, Iden Versio. Als beste ihre Klasse auf der imperialen Coruscant Akademie abgeschlossen, mit besonderen Ehren. Einer der wenigen Überlebenden des Todessterns, wo sie den Rekord für die meisten bestätigten Abschüsse hält – und die düstere Ehre, diesen Titel nicht mehr zu verlieren.“

„Eure Mission wird es sein, Informationen, Artefakte und Personen, die dem Imperium Schaden zufügen könnten wenn sie zu den falschen Leuten kommen – falls dies noch nicht geschehen ist, zu bergen. Ihr werdet Dinge so aufräumen, wie sie waren. Wir wurden gerade erst Zeuge, wie gefährlich der Grad an Schaden gegen unser Imperium sein kann, wenn solch lebenswichtigen Informationen gegen uns eingesetzt werden. Wir können nicht, wir dürfen nicht, und wir werden nicht zulassen dass so etwas noch einmal passiert. Ist das klar?“

Jeder bestätigte dies schnell. Der Admiral nickte.

„Ihr werdet tun was euch aufgetragen wird. Keine Fragen. Wir müssen alles und jeden zurückgewinnen, der auch nur die kleinste Gefahr für das Imperium darstellt. Ihr seid es gewohnt, Teil von etwas zu sein was größer ist als ihr selbst. Teil einer riesigen Maschinerie zu sein. Aber diese Einheit wird nur eine kleine Gruppe von vier Personen werden. Ihr werdet die meisten eurer Aufgaben ohne direkte Anweisungen von mir erledigen – Tatsächlich wird es sogar längere Zeiträume geben, in denen wir gar nicht in Kontakt stehen. Es ist wichtig, dass ihr schnell lernt reibungslos und effizient miteinander zu arbeiten. Ihr werdet bemerken, dass eine große Verantwortung auf euren Schultern lastet.“

Idens Herz schlug langsam gegen ihre Brust, doch sie ließ es sich nicht anmerken. Es würde kein Zeichen dessen sein, wie erregt sie diese Worte machten. Verantwortung war genau das, was sie wollte. Das ganze Team, so schien es, sollte davon eine Menge bekommen. Doch sie wollte noch mehr.

Das Mädchen lächelte, und für einen kurzen Moment sah Seyn so jung aus, dass Iden sie eher beschützen, als an ihrer Seite kämpfen wollte. Sie verwarf den Gedanken. Seyns Jugend verstecke ihre Stärke sicherlich. Garrick Versio würde keinen in „seinem Team“ wollen, der nicht stark genug war. Immerhin waren sie die besten der Besten.

Die logische Schlussfolgerung daraus war, dass auch der ruhige Del Meeko etwas besonderes bieten konnte. Und natürlich kannte Iden Gideon gut genug um zu wissen, dass er sehr viel zu bieten hatte.

„Gibt es weitere Fragen?“ Es gab keine. Versio nickte. „Weggetreten.“

Die vier standen auf, salutierten und drehten sich um. An der Tür angekommen, drehte sich Gideon jedoch um, dachte kurz nach und fragte seinen neuen Offizier: „Sir? Hat diese Einheit schon einen Namen?“

Ein schwaches Lächeln zierte Versios Lippen. „Das hat sie,“ antwortete er. „Es ist ein Versprechen an die Rebellen. Die Einheit heißt Inferno Squad.“

 

Quelle: Starwars.com

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